Selbst- und Fremdwahrnehmung

Ich habe meinen endgültigen Entlassungsbericht erhalten. Darin steht: „Es gibt aktuell keinen Anhalt für akute Eigen- oder Fremdgefährdung.“ Wie beruhigend. Auch wenn es Menschen gibt, die das anders sehen dürften. Letzteres. Wohlbemerkt.

Und dort steht weiter: „Sie zeigte sich durchgehend motiviert.“ Ich bin überrascht. Haben sie sich getäuscht? Oder die Akte gar vertauscht? Zumindest eins steht fest: Den Blog haben sie nicht gelesen. Und das ist wohl auch besser so.

Denn ich bin vieles. Aber undankbar, das bin ich nicht.

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13 Gedanken zu “Selbst- und Fremdwahrnehmung

  1. Bist du übberrascht, dass sie dich so gut beurteilen, weil du es ganz anders wahrnimmst oder weil du das gefühl hast, die wollen dich loswerden…;-) wieder mal nicht verstanden worden, aber sei glücklich, dass sie nicht klar sagen, wie es wirklich aussieht. Geht mir öfter so, „ach, du siehst heute wieder gut aus“ und innerlich kochst du, weil du dir selbst gegenüber so streng warst, dass niemanden auffällt, wie sehr du kämpfst und es dich eigentlich auch anstrengt…

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    1. Mich überrascht, dass ich so wahrgenommen wurde. Und jeder, der den Blog verfolgt hat, dürfte es ähnlich sehen. Und besser wissen.
      Aber vielleicht ist die Bemühung motiviert zu sein, auch eine Form der Motivation.

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  2. die berichte müssen sowohl zielführendkonform (dh rentabel) sein als auch behandlerInnen motivieren. stell dir doch vor, wenn seit jahrzehnten die wahrheit drinstände. tststs, bisken mehr verständnis für diese leute, die machen nur ihren job. aber nicht für dich. wahrgenommen werden hat an solchen orten kaum etwas mit wahrheit zu tun. nimms persönlich, scheine in deren augen weiter zu „gesunden“ und hochmotiviert. vor allem um einen hochmotiviert gesunden bogen um anstalten hinzukriegen- eine artistische herausforderung, das kriegst du aber hin 🙂

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    1. danke steffi. seit dem beginn meiner psychokarriere und damit dem ende jeglicher normalität im realleben ziehe ich bilanz und versuche nach kräften leuten , die über diese vermeintlichen hilfsangebote stolpern, wieder aufzuhelfen. ich habe es bei mir selber leider nicht geschafft, da gab es noch keine netzwerke wie die psychiatrie-erfahrenen – aber jetzt gibt es sie für jede nische. das beste jedoch machen menschen wie nina, die stur weiter ihren weg gehen und eher die institution, als sich in frage stellen. du gehörst wohl auch zu dieser gruppe der querulantInnen 🙂

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      1. Ja, tina. Mir gehts vor allem immer schlechter als vorher und deshalb versuche ich mich auch vor dem zu schützen, was mich versucht kaputt zu analysieren. Ich bin ganz gut selbstreflektiert und habe auch sehr viel in den letzen 10 jahren dazugelernt. Man nimmt von allem etwas mit, ohne sich was schön zu reden und sarkasmus gehört auch immer dazu, sonst kommt man mit der welt und sich darin nicht klar…finde euch beide toll…macht weiter so…

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  3. des ia mia wuascht wos madl du sann moagst…oder so. ist schließlich oktoberfest, da samma zünftig donebn. oans zwoa ………halt wer ist dann hier die semmel?
    JA sicher bist du die wurst, also die schukoladenseite

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