Sozialexperiment. Woche drei.

Fiel aus.

Kein sympathischer Paketzusteller. Kein Handwerker. Kein Heizkörperverbrauchsstandsableser. Kein Rauchmelderfunktionsüberprüfungstester. Keine Zeugen Jehovas oder Staubsaugervertreter. Nicht mal Avon Beraterinnen.

Vielleicht sollte ich öfter vor die Tür gehen.

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16 Gedanken zu “Sozialexperiment. Woche drei.

  1. Von Sozialwissenschaften hab ich keine Ahnung, in der Naturwissenschaft jedoch macht man zunächst erste Versuche im Labor bevor man eine Messkampagne plant 😉 Von daher find ich deine heransgehensweise nicht verkehrt und mutig sowieso!

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    1. Apropos Sozialwissenschaften: Als meine Doktormutter mir jüngst sagte, ich hätte bei meinen Typen noch ein Abgrenzungsproblem, hätte ich vor Lachen fast den Kaffee über’n Tisch geprustet. Doch sagte nur: Ich weiß.

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      1. Manche Situationen sind prima. Man kann die Wahrheit sagen und es ist ok. 🙂 Auch wenn in dem „ich weiß“ bei dir vielleicht viel mehr drin steckt als es für deine Doktormutter der Fall ist?
        Interessant finde ich aber generell schon, dass deine Doktormutter Dir das sagt 🙂

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      2. Es ging um meine empirisch begründete Typenbildung. Die müssen sich deutlich voneinander abgrenzen (äußere Heterogenität, innere Homogenität). Das ist das Schwierige bei Borderline-Soziologenwitzen. Finde erstmal jemanden, der mit Dir drüber lachen kann. Wäre ein weiterer Vorteil unseres einschlägigen Doktorandenkolloquiums. 😉

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  2. Ich glaube wer das noch nie gefühlt hat kann das auch nicht verstehen. Dass man hin und wieder auch drüber lachen kann/soll/muss, verstehen dann auch wiederum welche nicht. Da bleiben nicht mehr soviel übrig, die über Borderline-Witze lachen können 😉 Ne gesunde Portion Humor, Ironie und Selbstironie erleichtern aber einiges finde ich. Gefährlich wird es meistens ja auch nur, wenn die Ironie in Richtung Sarkasmus abdriftet, was leider auch nicht grad so selten vorkommt bei mir 😛 So nen Kolloquium klingt echt gut. Wissenschaft auf höchstem Niveau. Dazu sowas wie ne Therapiegruppe aber mit Humor 🙂

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      1. „Diss oder Disso – wenn das „o“ entscheidend ist“? Jetzt lieg ich unterm Tisch!! 😀 Für mich ist das ja irgendwie kein Zufall, dass „Dissertation“ vom Wort her so nahe an „Desertieren“ und „Dissoziation“ liegt 😛 Das muss irgendwie alles verwandt sein miteinander…..!
        Eine Überlegung wäre das wirklich Wert, allerdings dachte ich bisher ja, ich wäre der einzige der mit solchen Voraussetzungen an den Start geht. Jetzt weiß ich, dass das nicht so ist. Allerdings bringt Borderline natürlich trotzdem mit, dass super viele Patienten weder arbeiten noch sich eine Promotion zutrauen würden. Stichwort Selbstwert und Selbstentwertung. Deswegen würde ich dazu neigen auch andere Promovierende mit einer psychischen Krankheit zuzulassen 🙂 Sonst könnte das nen relativ kleines Kolloquium werden. Was natürlich auch schön ist!
        Aber eigentlich eine gute Idee ja. Aber sicherlich nicht einfach umzusetzen. Ich denke aber, damit ein Hörsaal voller Borderline Patienten nicht eskaliert, bedarf es vielleicht doch auch therapeutische Unterstützung bei so einem Unternehmen?

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      2. Da ich in meinem erweiterten sozialen Netzwerk schon eine weitere promovierende Borderlinerin kenne, dürfte die Anzahl gar nicht mal so gering sein. Ich hatte auch erstmal an eine Onlineplattform gedacht. Aufgrund der Internationalisierung der Wissenschaft vielleicht mit englischem Titel: Psychos in Science. Unser transdisziplinäre Ansatz wäre natürlich ebenfalls lobenswert. Gibt bestimmt ne DFG-Förderung 😀

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  3. Wenn nicht, das BMBF scheint mir i.d.R. recht einfach zu überzeugen zu sein bei dem was die so alles finanzieren 😀
    Also ich finde die Idee eigentlich sehr gut.
    Vor allem international wäre das auch eine Überlegung wert. Und wenn das der DFG nicht reicht, dem BMBF reicht das sicher schon 😛
    Aber interessant, man kann durchaus abschweifen vom Thema merk ich grad 🙂 Von deinem Sozialexperiment zur möglichen DFG Förderung des zukünftigen „International Borderline Science Networks“ – IBSN 😛

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    1. Grandios!
      Mein nicht stattgefundenes Sozialexperiment. Und um die Brücke wieder zu bauen, wäre so ein Netzwerk auch sicher eine gute Kontaktbörse.
      Aber wie sage ich immer: Zwei Borderliner in einer Beziehung ist mindestens einer zu viel. 😉

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  4. Ja, da kann sich sowas wie Elitepartner.de warm anziehen 😉
    Ohne es selbst ausprobiert zu haben, glaube ich Dir das sofort. Sicherlich eine sehr komplizierte Konstellation. Ich muss trotzdem sagen, dass vom Gefühl her „jemand brauch der mich versteht“ wohl wissentlich, dass ich mich auch dann sowieso nicht verstanden fühle. Aber ich glaub das ist ein Thema, damit könnte man ein Buch füllen. 🙂 Und am Ende kann man das Buch vermutlich mit einem Zitat einer weisen Frau beenden die einst sagte: „Zwei Borderliner in einer Beziehung ist mindestens einer zu viel“ 😉

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  5. Ich glaube nicht, dass die Koketterie mit der Borderlinesymptomatik eine Bereicherung darstellt. Auch bin ich der Meinung, dass es neben der BL-Störung zahlreiche andere Handicaps gibt, die von anderen Menschen ähnlich gut oder schlecht gemeistert werden. Meiner Meinung nach sind weder der Opferstatus (resultierend aus unleugbarer Traumatisierung), noch die BL-Störung selbst ausreichend identitätsstiftend.

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      1. von dem les ich jetzt erst – ich war die letzten Wochen irgendwie anderweitig beschäftigt als mit Blogs *rotwerd* ich arbeite mich wieder Richtung aktuell

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