Sunshine

Es regnet. Nieselregen. Dauerregen. Starkregen. Hundertzwanzig Prozent Luftfeuchtigkeit. Ideales Schreibtischwetter. Trotzdem muss ich in die Stadt. Die Innenstadt.

Unter einem Vordach sitzen zwei Personen. Sie und er. Alle Insignien langjähriger Obdachlosigkeit vorhanden. Sie mögen fünfzig sein. Vielleicht auch dreißig. Nur verlebt. Sie hockt auf seinem Schoß. Seine Arme um sie gelegt. Neben ihnen ein Radiogerät. Es plärrt laut scheppernd irgendwas. Ich gehe vorbei. Es läuft: I’m walking on sunshine.

Advertisements

2 Gedanken zu “Sunshine

  1. die dünnhäutigkeit von psychos wird pathologisiert, stichwort „vulnerabilität“. empathie ist eine krankheit die unbedingt gesteigerter dosen von antipsychotika dedürfen. schlucks und diese wegesranderscheinungen werden zum pittoresken stadtbid – das, nina, ist dann normal und du bist auch auf der sunny side. girls just wanna have fun.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s