Tiere

Ich habe die letzten Tage bei einem Freund gewohnt. Er hat eine Katze. Ich hab nichts gegen Katzen. Grundsätzlich. Aber Hunde mag ich lieber. Hunde sind treu und anhänglich. Eigenschaften, die ich schätze. Bei meinen Partnern wohlbemerkt. Ansonsten eher nicht so sehr.

Er hat also eine Katze und die Frage, ob ich allergisch sei. Allergisch gegen Katzenhaare. Ich antwortete nach bestem Wissen. Nein, das sei ich nicht. Doch ich habe mich geirrt. Ich bin allergisch. Allergisch gegen Katzenhaare.

Ich bin allergisch dagegen sie auf meiner Kleidung zu haben. Auf schwarzer Kleidung. Überall. Ich bin allergisch dagegen, dass sie an meinen Socken kleben. Ich bin allergisch dagegen, dass sie in meinem Bett sind. Und in meinem Kaffee. Katzenhaare überall. Sogar auf meiner Zahnbürste. Das war mir zu viel. Ich bin allergisch. Ich krieg zwar keinen Ausschlag. Auch schwillt mir nicht die Nase zu. Doch innerlich schwillte was gewaltig. Aversion und Aggression.

Ich habe bei meinem Freund zur Probe gewohnt. Als Test des Zusammenlebens, wenn ich Arbeitsplatz und Stadt wechsle. Nun hat er also eine Katze. Die Katze hat Haare. Und das ist wirklich ein Problem.
Heißwachsenthaarung wär‘ Tierquälerei. In ein Haarnetz einnähen ebenfalls. Sie täglich abzusaugen möglich. Besser wär wohl kahl rasieren.

Ich werd‘ es meinem Freund vorschlagen. Vielleicht löst es das Problem. Und er will eine neue Mitbewohnerin, statt rasierter Katze. Dann such ich mir was anderes. Gerne auch mit Hund. Kuschlig, treu und anhänglich. Und der Hund dann ohne Haare.

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6 Gedanken zu “Tiere

  1. ich bürste die tiere jeden morgen. als erstes! noch vor kaffee oder zähneputzen oder dusche – die verstreute haarpracht wird wenigstens reduziert. schwarze klamotten sind bei hunden aber nie angebracht, getrocknete schnodderspuren finden nur die seltensten menschen nicht weiter beachtenswert, nur bei hormongesteuerten jünglingen konnte ich leuchten in den augen erkennen. die dachten deutlich an was ganz anderes und reagierten wie die hunde ebenfalls mit dem wedeln des betreffenden körperteils. tscha.
    aber tiere will ich nie missen, sie sind mein zentrum, meine pole, meine tiefe freude. ich erzähle ihnen, daß alles scheiße ist, sie kuscheln sich an mich heran. ich sage ihnen, daß sie den sonntagsbraten geben, wenn sie nochmal was kaputtmachen, sie bringen mir bällchen. ich zische sie an, weil sie die tüten mit dem futter durchgekaut haben, sie schmeißen sich auf den rücken und wollen gekrault werden.
    ihnen bin ich täglich zutiefst dankbar.
    aber ja, die haare stören mich auch – darum liegen und hängen in der wohnung rund ein dutzend fusselbürsten. davon brauche ich bald mehr, sie bekommen ja ihr winterfell 🙂

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