Störung im Betriebsablauf

Ich sitze in der S-Bahn fest. Seit nunmehr dreißig Minuten.
Die Durchsage: „Personen im Gleis.“
Heißt übersetzt: Selbstmörder.

Die alte Nina hätte sich mal wieder aufgeregt.
Man kann sich auch anders umbringen.
Ohne psychischen Schaden beim Zugführer zu verursachen.
Und tausende Menschen in ihrem Tagesablauf zu behindern.

Die heutige Nina findet es immer noch suboptimal.
Aber hat tiefempfundenes Mitgefühl.
Und aktuell sogar etwas Verständnis.

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4 Gedanken zu “Störung im Betriebsablauf

  1. Selbstmord. Freitod.
    Zwei Worte für ein Tun.
    Welches präferierst Du im ausdrückenden Reden und Schreiben?

    , am Rande sehr großgeschrieben: Ich schätze Dein Schreiben, Nina.

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  2. Wieso ist es anscheinend so entsetzlich, seinem Leben bsw durch einen Zug ein Ende zu setzen? Sollte es die Menschen nicht eher zum nachdenken anregen? Nein. Im Alltag bleibt nur der Kampf für sich selbst.

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  3. Ich habe kein Problem damit, wenn jmd seinem Leben ein Ende bereiten möchte. mMn ist es SEIN Leben und damit kann er tun, was er möchte – so lange er nicht anderen Menschen dadurch schadet. Und das tun Selbstmörder, die sich vor einen Zug schmeißen leider immer!
    Der Zugfahrer hat einen Schock evtl. schlimmeres und wer denkt bitte mal an die armen Rettungsmannschaften/Feuerwehr ect. die dann die Einzelteile des Selbstmörders zusammen suchen muss?! Denen macht das auch keinen Spaß, sondern es traumatisiert.

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