Sundays

Sonntag. Sonntage sind Tage für glückliche Menschen. Glückliche Paare. Glückliche Familien. Tage, die man mit Freunden verbringt. Tage für’s Brunchen, für Ausflüge und Picknicke. Tage für Kuchen und Kartoffelsalat.

Ich mag keinen Kuchen. Und ich mag keinen Kartoffelsalat. Trotzdem. Es gab den Werbespruch: „Das Leben wie es sein sollte.“ Ich weiß nicht wie es sein sollte. Aber sonntags habe ich immer das Gefühl, es sollte anders sein. Sonntage sind Tage, an denen ich mit mir und meinem Lebensstil hadere. Tage an denen eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit entsteht, wobei mir dieser Anspruch sonst nicht mal bewusst ist. Tage wie Geburtstage. Oder Weihnachten. Nur etwas weniger schlimm. Tage, an denen ich froh bin zu arbeiten. Und an denen mich zu arbeiten ganz besonders deprimiert.

Ich nehme mir vor, mich ab jetzt jeden Sonntag zu verabreden. Zum Brunchen. Oder wenigstens zum Kaffeetrinken. Vielleicht versuche ich sogar Kuchen zu mögen. Das mit dem Kartoffelsalat ist noch eine Nummer zu hoch. Das nehme ich mir für’s nächste Jahr vor. Im übernächsten kommt dann das Freibad dran. Aber erstmal ohne Ausziehen. Und ohne ins Wasser zu gehen. Und natürlich ohne Pommes. Ich hab schließlich Kartoffelsalat.

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6 Gedanken zu “Sundays

  1. 7 Sonntage gab es seit dem Eintrag nun.
    Also auch 7x Kaffee Trinken? Oder gibts andere Sonntagsideen?

    Sonntage … sind auch echt komische Tage, da kann ich dich verstehen

    Gefällt mir

  2. Ich lese das alles zum zweiten oder dritten Mal. Beim ersten Mal hat mich das alles sehr berührt. Aber ich habe es oberflächlich gelesen. Ich kann schnell lesen. ADHS halt. Beim zweiten oder dritten Mal kommen die Details in den Fokus. Und es ist nicht so, dass es mich weniger berühren würde. Im Gegenteil.

    Ich sehe in Dir ein Ziel. Für ein Leben mit T. Wenn sie doch wäre wie Du. Wenn sie doch nur wüsste um die Dämonen und Stürme und dass sie damit umzugehen lernen könnte. Wenn Sie doch nur…

    Wenn sie wäre wie das Bild, das ich von dir habe. Hoffnungslos emotional. Romantisch. Verrückt. Aber eben kompensierter. Wenn sie doch wüsste…nein. Das wird sie nicht. Und dann bin da immer noch ich. Ich bin eben ihr Kryptonit. Da kann sie kompensieren wie sie mag. Kryptonit ist nicht verträglich.

    Ich liebe sie nicht nur trotz, sondern auch wegen. Denn mit wem kann ich sonst ein altes Haus kaufen? Nackt schwimmen in der Nacht? In die Dornen springen, weil sie meint, ich hätte das nicht drauf? Mit wem kann ich Lagerfeuer im Garten machen, dass die spionagesatelliten denken, ein Krieg bräche aus? Mit wem kann ich im Bett bleiben und den ganzen Tag netflixen? Richtig. Nicht mit Liese Müller.

    und mit wem kann sie das alles erleben? Wer kauft mit ihr ein Haus? Wer springt wenn sie das will? Wir sind Kryptonit füreinander. Und daher geht es nicht. So schön es ist, so tödlich endet es.

    Ich wiederhole mich. Aber das ist in meinem System sehr fest verdrahtet.

    Menno. Jetzt hole ich sie gerade von der sbahn ab. Sie will Sachen holen. Auch wie ein Brand. Ein wenig.

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